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Chiang Mai

Chiang MaiDie Rose des Nordens

Thailand ist das einzige Land Südostasiens, das nie von einer europäischen Nation kolonialisiert wurde. Das Wort "thai" heißt wörtlich übersetzt "frei", Thailand ist daher "das Land der Freien". Nichtsdestrotz ist es von unterschiedlichen Kultureinflüssen geprägt worden. Chiang Mai in Nordthailand war einst das Zentrum des Lanna-Reiches, dem "Königreich der eine Million Reisfelder". Es entstand zur selben Zeit wie das Sukothai-Reich nördlich von Bangkok. Lange Zeit gehörten birmanische Gebiete dazu. Die Birmanen fielen in Chiang Mai ein und hielten es bis ins 18. Jahrhundert besetzt. Danach blieb Lanna bis ins 19. Jahrhundert selbständig. Das Lanna-Reich brachte eine reiche, eigenständige Kultur hervor mit herausragender Holzschnitzkunst und einer eigenen Architektur.

Straßenschild Chiang MaiNordthailand ist geprägt von bewaldeten Gebirgen, die immerhin noch Ausläufer des Himalaya-Gebirges sind. In dieser Gegend findet man mit dem Doi Inthanom, der bis auf 2.600 Meter reicht, die höchste Erhebung des Landes. Die wichtigsten Städte der Gegend, Chiang Mai und Chiang Rai hingegen liegen mit 200-300 Metern relativ tief.
Chiang Mai wird auch gerne als "Die Rose des Nordens" bezeichnet. Es liegt malerisch auf einem von Hügeln umrahmten Plateau, die Stadt macht einen gepflegten Eindruck, hat winklige Gassen und wird von zahlreichen Tempeldächern geschützt. Mittlerweile ist Chiang Mai aber auch zu einer quirligen Metropole herangewachsen, deren Verkehr dem in Bankgok nur wenig nachsteht. Dennoch findet man hier mehr ruhige Winkel, das Klima ist angenehmer als in Bangkok und das Shoppingangebot ist mindestens genausogut, wenn nicht sogar besser.
In Nordthailand entstanden die ersten künstlerischen Höhepunktes des Landes. Das in Bangkok zu besichtigende Nationalheiligtum des Smaragdbuddhas stammt ursprünglich aus dieser Gegend.

Doi SuthepThailand ist das Land der buddhistischen Tempel schlechthin und auch der Norden macht hier keine Ausnahme. Alleine in Chiang Mai stehen über 100 Tempel. Zu den schönsten Tempeln in der Gegend zählt ohne Zweifel der etwas außerhalb gelegene Wat Doi Suthep. Sein goldener Chedi aus dem 16. Jahrhundert enthält Buddha-Reliquien. Der Standort des Tempels soll im 16. Jahrhundert von einem weißen Elefanten (die in Thailand als heilige Tiere gelten) ausgesucht worden sein, der die Stelle dreimal umkreiste und sich dann zum Sterben niederließ.
Der Norden Thailands eignet sich als Ausgangspunkt für Trekkingtouren und Tagestouren nach Laos oder Myanmar genausogut wie für Erholung, Besichtigungen von Elefantencamps und Orchideenfarmen und dem günstigen Erwerb von qualitat sehr gutem Kunsthandwerk oder Textilarbeiten.

Thailand TischdekoDie Küche Thailands ist weltweit berühmt für Qualität, Vielfalt und ihren optischen Genuß. Einfachste Speisen werden liebevoll dekoriert und verziert und für die Thais zählt Essen mit zu ihren liebsten Beschäftigungen. Aber dennoch ist Thaiküche nicht gleich Thaiküche. Jede Region des Landes hat ihre eigenen Spezialitäten. Im Norden wird bei weitem nicht so scharf gekocht wie in den südlichen Regionen. Die Küche des Nordens ist kräftig, voll deftiger ländlicher Aromen und kein bißchen raffiniert. Sie ist der genaue Gegensatz zu den Restaurants in Bangkok, wo feine Speisen nach Art der Palastküche serviert werden. Es gibt eine Reihe von Dingen, die die Küche des Nordens anders macht. Hier wachsen keine Kokospalmen mehr, und Kokosmilch spielt eine unbedeutende Rolle. Die Currys sind daher nicht milchig und dick, sondern klar und würzig. Das traditionelle Grundnahrungsmittel ist khao niaow, Klebreis, und vor dem Verzehr formt man ihn zu einem kleinen Löffel, mit dem man Dips und Hackfleisch schöpft. Oder man serviert ihn mit gegrilltem Hähnchen in einer speziellen Marinade und Som Tam, einem scharfen Salat aus geraspelten grünen Papayas mit getrockneten Shrimps, abgeschmeckt mit Zitronensaft, Fischsauce, Knoblauch und Chili. Im Norden gibt es auch eine leicht säuerliche Schweinewurst, die Naem heißt.

In Chiang Mai gibt es viele ausgelassene und besinnliche Feste, deren Besuch sich ungemein lohnt. Hierzu gehören unter anderem das Blumenfest am ersten Februarwochenende mit Umzügen, Paraden und einer Misswahl, das Loy Krathong Fest (normalerweise im November), bei dem in einer Vollmondnacht auf Flüssen, Kanälen und Seen als Tribut an die Wassergeister kleine Schiffchen mit Opfergaben freigesetzt werden, die das Unglück des vergangenen Jahres davonsegeln lassen sowie das im April stattfindende Songkran (das thailändische Neujahrsfest), bei dem man sich aus Jux gegenseitig mit Wasser bespritzt, was allerdings einen religiösen Hintergrund hat.

Nordthailand ist nicht zuletzt auch für sein Kunsthandwerk bekannt. Sehr beliebt sind die Lack- und Silberarbeiten, Textilien, Antiquitäten, Holzschnitzereien und natürlich Seide. Viele der in Bangkok auf den Märkten angebotenen Artikel stammen aus den umliegenden Handwerksdörfern von Chiang Mai. Der Nachtmarkt von Chiang Mai ist mit kleinen Büros von UPS und Federal Express auf den Versand ins Ausland eingerichtet. Er hat von 18 bis 23 Uhr geöffnet.

Nordthailand hat drei Jahreszeiten. Die kühle Jahreszeit dauert von November bis Februar, die heiße Jahreszeit geht von März bis Mai und die Regenzeit von Juni bis Oktober. Alle Jahreszeiten haben ihre Reize, wenn man sich darauf einstellt. Regenzeit heißt nicht, daß es jeden oder den ganzen Tag regnet. An vielen Tagen regnet es, wenn überhaupt, nur relativ kurz. In der kühlen Jahreszeit wird es nachts in den ländlichen Gebieten sowie in den Bergen deutlich kühler.

Insidertip: Haben Sie Lust, das authentische Leben Thailands kennen zu lernen? Dann treffen Sie mit Joy's House die richtige Wahl. Im Dorf Sanpeesrue, am Stadtrand von Chiang Mai, befindet sich ein kleines Gästehaus, das von einer zwölfköpfigen Familie geführt wird. Von Joy und Siriporn, den beiden Chefinnen des Clans, stammt die Idee, das Familiendomizil in ein Gästehaus zu verwandeln und somit ihre Vision von der Freundschaft zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen mit ihren Gästen zu teilen. In Joy's House eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten, tiefe Einblicke in eine für uns fremde Kultur zu gewinnen. Hochzeiten, Beerdigungen, Tempelfeste, Feiertage und andere festliche Anlässe sind plötzlich zugänglich und lassen sich aus der Sicht des Familienmitglieds erleben. Gäste sind keine Touristen, sondern werden als Mitglieder einer "extended family" aufgenommen. Das Verhältnis von Nähe und Distanz bestimmt der Gast dabei selbst. Außerdem verbindet Joy's House kulturell sensitiven Tourismus mit "community development". Gäste können sich als Coaches an Dorfentwicklungen beteiligen und ihr Apfelbäumchen pflanzen - auch wenn die Welt morgen (nicht) untergeht.
Ausstattung:
Es gibt einen schönen Garten mit Sitzgelegenheiten, der zum Verweilen einlädt und außerdem ein gemeinsames Wohnzimmer mit kleiner Bibliothek. Ein Massageraum mit Kräuter- und Dampfbad ist "Joy´s little Spa".
Unterbringung:
Garten-Zimmer (mit Ventilator) und Superior-Zimmer (mit Klimaanlage). Jedes Zimmer ist gemütlich und individuell im Thai-Stil eingerichtet, hat ein eigenes Bad und ist ausgestattet mit Minibar und TV.
Aktivitäten:
Ob Sie an einer der Aktivitäten im und um das Haus teilnehmen, selbst zu einer Besichtigungstour aufbrechen, einen Ausflug in die Umgebung unternehmen oder einfach nur durch das Dorf bummeln, dessen Bewohner Sie ebenfalls mit offenen Armen aufnehmen werden, bleibt Ihnen überlassen. Es wird sich auch von Joy´s Familie immer einmal jemand finden, der Sie gerne in den nahegelegenen Tempel oder auf den Markt mitnimmt.
Hier nur eine Auswahl an Aktivitäten, die von Joy´s House angeboten werden (teilweise auch mehrtägig oder für eine oder zwei Wochen).
- Kochschule
- Massagekurse bzw. Massage-Diplom
- Sprachkurs
(Text: jh, Bilder: ch, jh)

Joy's House
114 Mu. 9. Sanpeesue Village, Chiang Mai, 50300 Thailand
Tel +66-(0)53-854213; Fax +66-(0)53-248960
www.joyshouse.net

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